Freizeit und Freiheit - jüdische Sportlerinnen im Rheinhessen der 1920er- und 30er Jahre
Auch in diesem Jahr setzen die Gleichstellungsstelle des Landkreises Alzey-Worms sowie die Gedenkstätte KZ Osthofen ihre Kooperation fort und laden am Freitag, den 21. November, um 16 Uhr zum Erzählcafé mit dem Titel „Freizeit und Freiheit – jüdische Sportlerinnen im Rheinhessen der 1920er- und 30er Jahre“ ein.
Wie kaum eine andere Freizeitbeschäftigung prägt Sport das Leben unzähliger Menschen bereits seit mehreren Jahrhunderten. Dabei war der Sport nicht selten ein Abbild der gesellschaftlichen und politischen Lage jener Zeit und spiegelte auch die politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Spannungen in den 1920er Jahren wider, genauso wie auch die NS-Diktatur ihre grausame Wirkung auf die Sportvereine entfaltete. Auch in Rheinhessen bildeten sich nach dem Ersten Weltkrieg jüdische Sportvereine, die besonders nach dem Ausschluss von Jüdinnen*Juden aus den paritätischen ab 1933 zu einem wichtigen Rückzugsort wurden. Erste Forschungen geben spannende Einblicke in die Geschichte jüdischer Sportlerinnen, die ebenso Teil der Sportlandschaft waren und allzu oft in Vergessenheit geraten sind. Referent ist Henrik Drechsler, erster Vorsitzender des Vereins für Sozialgeschichte Mainz e.V.
Ab 15 Uhr besteht die Möglichkeit, an einer Führung zur Geschichte des Konzentrationslagers und der Gedenkstätte Osthofen teilzunehmen. Wir bitten um Anmeldung in der Gleichstellungsstelle des Landkreises Alzey-Worms unter 06731 4081251 oder unter frauenbuero@alzey-worms.de.