Jugendhilfeausschuss macht Weg frei für Einführung der Familienkarte im Landkreis
In seiner jüngsten Sitzung sprach sich der Jugendhilfeausschuss für die Einführung der Familienkarte im Landkreis Alzey-Worms aus. Der zuständige Referatsleiter des Ministeriums für Familie, Frauen, Kultur und Integration, Jens Voll, erklärte: „Die Familienkarte ist ein kostenfreies Angebot des Landes Rheinland-Pfalz für Familien, Partner und Kommunen. Damit sollen die Leistungen, die Familien täglich erbringen, anerkannt werden.“ Landrat Heiko Sippel betonte: „Die Familienkarte ist ein niedrigschwelliges Angebot und ein Gewinn für Familien.“ Schwerpunkte liegen auf Beratungs- und Hilfsangeboten für Familien, etwa Schülerhilfen, Angeboten von Vereinen und Ehrenamtlichen, Gewerbepartnern oder öffentlichen Einrichtungen. Familien können auf der Website (www.familienkarte.rlp.de) und in der App verschiedene Kategorien auswählen oder auf einer Karte Angebote in der Umgebung anklicken. Dazu zählen etwa Vergünstigungen in teilnehmenden Schwimmbädern, Museen, Puppentheatern und vieles mehr. „Wir hoffen, dass wir in den nächsten fünf Jahren für die Familienkarte so viele Partner gewinnen können, dass alle Kommunen mit ihren entsprechenden Angeboten für die Familien umfänglich vertreten sind“, gab Referatsleiter Voll einen Ausblick auf die Zukunft. Landrat Sippel betonte in diesem Zusammenhang die gemeinsame Verantwortung, die Informationsplattform mit Leben zu füllen.
Den Arbeitskreis „Inklusion in Kitas“ stellten die Leiterin der Kita „Walter Zuber“ in Alzey, Catrin Flessenkämper und Verwaltungsmitarbeiter Kevin Zakostelny vor. Der Arbeitskreis wurde vor einem Jahr gegründet und will Wege finden, die Forderungen der UN-Kinderrechtskonvention vor Ort umzusetzen. Flessenkämper verdeutlichte, dass der Förderbedarf von immer mehr Kindern erst in der Kita auffalle. „Bei monatelangen Wartezeiten für eine Diagnose dauert der Prozess, bis eine Integrationsfachkraft eingesetzt wird, eineinhalb bis zwei Jahre“, unterstrich die Kita-Leiterin. Zakostelny sprach sich dafür aus, als Arbeitskreis ein Verschlanken der Antragsverfahren beim Bildungsministerium einzufordern. In der Kreisverwaltung sei bereits eine Erstberatung zum Thema Autismus eingerichtet worden. Der Arbeitskreis wolle zudem Personal in einzelnen Schwerpunkt-Kitas für Kinder mit Förderungsbedarf schulen. Außerdem solle den Kitas für diesen Bereich ein flexibler Anteil des Sozialraumbudgets zur Verfügung gestellt werden.