Zehn Jahre voller Einsatz für ältere Menschen: Gemeindeschwestern plus im Landkreis Alzey-Worms feiern Jubiläum
Die Fachkräfte Gemeindeschwester plus unterstützen Ältere dabei, den Alltag gut zu gestalten, mögliche Hemmschwellen und Hindernisse zu überwinden. Sie entwickeln zielgerichtete Angebote für nicht pflegebedürftige, ältere Menschen, die in der eigenen Wohnung leben und gerne ein geselliges Miteinander und Bewegungsangebote nutzen. Dabei pflegen die engagierten Fachkräfte den direkten Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern, beraten neutral und kostenlos auf Wunsch im eigenen Zuhause und unterstützen, bevor eine Pflegebedürftigkeit eintritt. Sippel betonte, dass die Fachkräfte der Einsamkeit im Alter entgegenwirkten: „Einfach da sein, Zeit haben – das ist heute kostbar.“ Die Fachkraft Sabine Scriba ergänzte: „Es berührt mich, dass sich die Menschen uns gegenüber öffnen und uns ihr Vertrauen schenken.“
Pflegeberaterin Sigrun Mantel betonte: „Die Zusammenarbeit zwischen den Gemeindeschwestern plus und den Pflegestützpunkten läuft sehr gut.“ Die Pflegestützpunkte beraten Pflegebedürftige und deren Angehörige kostenlos und gezielt zu Hilfsangeboten. Sie initiieren und koordinieren Netzwerke und Nachbarschaftshilfen, die Pflegebedürftige im Alltag unterstützen. „Ihre Aufgaben sind mitunter herausfordernd. Bei Hausbesuchen betrachten Sie das Umfeld, in dem Betroffene leben und überlegen, welcher Bedarf besteht“, betonte Sippel an Mantel gewandt.
Vor zehn Jahren war der Landkreis eine Modellkommune des Angebots Gemeindeschwester Plus. Sippel betonte, der Kreistag stehe seither mit einem breiten Konsens hinter den Fachkräften und er unterstrich: „Es geht um die Teilhabe und Selbstbestimmung älterer Menschen.“ Der Landrat freute sich, dass dem Kreis künftig 105.000 Euro vom Land für die Fachkräfte zur Verfügung gestellt würden. Das sei notwendig, weil die Angebote der Gemeindeschwestern plus auch im Hinblick auf die demografische Entwicklung an Bedeutung gewinnen würden. Fabia Heischling vom Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung fügte hinzu, dass die Angebote der Gemeindeschwestern Plus nicht auf eine genau bestimmte Altersgruppe begrenzt seien und dankte den Fachkräften für ihr Engagement. Dem schloss sich die Kreisbeigeordnete Ute Klenk-Kaufmann an und lobte: „Ihre Angebote sind immer nah am Menschen und niedrigschwellig.“
Sippel hob hervor: „Angebote, die im Landkreis gebraucht werden, sollten wir nicht aufgeben.“ Deshalb wolle man die Gemeindeschwestern plus auch in Zukunft beibehalten.
